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Reisen zum heiligen Berg; Mt. Kailash und weitere Tibet-Reisen auf Budget & High end Basis für Individualreisende.
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Mt. Kailash – der heiligste Berg in der tibetisch-buddhistischen Welt gilt als das Zentrum des Universums. Bestechend in seiner Symmetrie, befindet sich dieser abgelegene und bemerkenswerte Gipfel im weiten Westen Tibets. Für Viele ist er eine ursprüngliche Abbildung eines Stupa (tibetisch: Choerten), zusätzlich gekrönt mit einem Gletscher und einem perfektem Kegel aus purem Schnee. Der Mt. Kailash zeichnet sich auf einmalige Weise dadurch aus, der meist verehrte und zugleich am wenigsten besuchte Berg in der ganzen Welt zu sein. Er ist ein heiliger Berg für vier verschiedene Religionen und über eine Billion Menschen und wird trotzdem nicht von mehr als einigen Tausend Pilgern jährlich besucht.

 

In den Kosmologien und ursprünglichen Mythen des Hinduismus, Jainismus und Buddhismus, gilt der Kailash als der mythische Berg Meru, Axis Mundis und Zentrum und Geburtsort des ganzen Universums. Der Berg war bereits vor der Verfassung der grossen indischen Epen, wie der Ramayana und des Mahabharata legendär. So tief in den Mythen des alten Asiens eingebettet, stellt der Kailash für Viele den Ort der stärksten kosmischen Energien überhaupt dar.

 

Geologisch gesehen hat sich der Mt. Kailash vor circa 50 Millionen Jahren gebildet, während die Entstehung des Himalayagebirges jedoch vor 10 Millionen Jahren stattgefunden haben soll.

 

In Sanskrit heisst Kailash „leuchtender Kristall“. Die Hindus glauben, der Kailash ist der Wohnsitz des Lords Shiva. Laut Legende, tront der unsterbliche Shiva auf der Spitze des Kailash und der Berg wird so zum Ort für aussergewöhnlich machtvolle Transformationen. Für einen Hindu dient eine Pilgerreise zum Kailash und ein Darshan (göttliche Schau) von Shivas Wohnsitz dazu, Befreiung aus den Krallen der Unwissenheit und Täuschung zu erlangen.

 

Auch für die Jainas ist der Kailash heilig. Sie nennen einen Hügel unweit der Kailashformation Astapada; der Ort, wo Rishaba, der erste der 24 Tirthankaras Erleuchtung erlangt hat. (Tirthankara heisst „Furtbereiter“ – in seiner Bedeutung für die Jainas mit der des historischen Buddhas für die Buddhisten vergleichbar.

 

Bön-Anhänger (der Bönglaube gilt als die vorbuddhistische Religion in Tibet) nennen den Berg Tise und erachten ihn als den Sitz der Himmelsgöttin Sipaimen.

 

In der tibetischen Geschichtsschreibung hat der berühmte Yogi Milarepa den Berg für die Buddhisten gewonnen, indem er seinen Gegenspieler, den Bönmeister Naro Bön-Chung in einem Wettstreit besiegte. Laut dem Volksmund hat Milarepas Erfolg den Buddhismus als Hauptreligion in Tibet etabliert. Als Kompensation für den Kailash soll Milarepa den Bönpos einen nahegelegenen Hügel, den Bonri, geschenkt haben.

Etwa 100 Jahre später  wurde die Kailash-Kora von Gialwa Gotsangpa, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf seiner Kora wurde Giawa Gotsampa von Himmelswesen, Dakinis und Taras geführt, die ihm in verschiedenen Formen, unter anderem als Wölfe erschienen. Sie zeigten ihm den Weg um den Mt. Kailash.

 

Folgt man der Legende, soll der historische Buddha den Kailash auf magische Weise im 5. Jahrhundert v.Chr.besucht haben. Geschichten erzählen, dass ein indischer Meister versucht war den Kailash zu verschieben, was der Buddha, der mit 500 Atahats den Berg rechtzeitig erreichte, zu verhindern wusste, indem er den Berg mit vier Fussabdrücken verwurzelte, die bis heute in ihrer Form in den Felsen verewigt während der Kora ersichtlich sind.

 

Es wird davon ausgegangen, dass sich der Buddhismus im 7. Jahrhundert n.u.Z. hauptsächlich durch Guru Rinpoche (Sanskrit: Padmasambhava – der Lotosgeborene) von Indien her über Nepal in Tibet ausbreitete. Tibetische Buddhisten nennen den Kailash Kang Rinpoche, „Schneejuwel“, und betrachten ihn als das Körpermandala von Korlo Demchog und seiner Gefährtin Dorjee Phagmo (Chakrasamvara und Vajrayogini). Drei Hügel, die sich auf der Nordtseite unweit des Kang Rinpoche erheben, sollen die Wohnsitze der drei Bodhisattvas Manjushri, Avalokiteshvara und Vajrapani sein.

 

Umrundung: Um den Berg herum zu gehen (im Uhrzeigesinn für Buddhisten, im Gegenuhrzeigersinn für Bönpos) ist als Kora oder Parikrama bekannt und eine Umrundung dauert normalerweise drei Tage für Leute aus dem Westen oder Indien. Tibeter legen die 53 Kilometer lange Umkreisung manchmal in einem einzigen Tag zurück. Einige von ihnen brauchen jedoch zwei bis drei Wochen, indem sie die ganze Kora mit Niederwerfungen bestreiten (etwa 25'000 Niederwerfungen). Es wird geglaubt, dass der Pilger, der 108 Umrundungen des Berges hinter sich gebracht hat, bei seinem Tod direkte Erleuchtung erlangt.

 

Die meisten der indischen Pilger nehmen ein rituelles Bad in dem nahegelegenen heiligen Manasarovar See. Das Sanskritwort „manas“ heisst Verstand, Geist oder Bewusstsein; die Bedeutung des Wortes Manasarovar meint somit „See des Bewusstseins und der Erleuchtung“ (es steht auch für den Geist von Brahma).

In Tibetischen wird der See „Maphamyumtso“ genannt.

Mit gegensätzlichen Qualitäten zum Manasarovar soll der Rakshas Tal, der See der Dämonen oder der dunklen Seite der Wesen, versehen sein. Um sich einer vollständigen Pilgerfahrt zu versichern, besuchen die Tibeter auch das nahegelegene Thirtapury, ein heiliger Vajra Yogini Ort.

 

Eine Pilgerreise in diese grossartige und magische Gegend zählt für die Menschen aus Tibet und Indien zu den wertvollsten Pilgerfahrten überhaupt – eine Reise von der sie hoffen, sie zumindest einmal in ihrem Leben begangen zu haben.

 

Menschen des westlichen Kulturkreises können die Reise auf folgende Art erleben:

Durch unser Zusammensein auf einem solch anspruchsvollen Reise, werden wir der Freude der Weite und Reinheit der Natur, sowie auch der Schwierigkeit, die jede Person mit der Höhe haben mag, begegnen. Durch den weiten offenen Raum werden tiefe innere Erfahrungen angetrieben und bestimmte unverarbeitete Ereignisse können plötzlich in unserem Verstand und Geist auftauchen. Folglich entspricht dies dem Gegenteil der üblichen Ferien oder Trekkings, während denen man das Zuhause und die Vergangenheit vergisst. Auf dieser Reise werden viel eher Erinnerungen wachgerufen und man findet sich selbst mit einem bewussten Blick auf die Ereignisse des eigenen Lebens wieder, der einen erkennen lassen, wie sehr man allem in Beziehung steht.

So kann diese Pilgerreise eine Möglichkeit sein, Angelegenheiten mit tiefem Blick zu betrachten, während gleichzeitig ein offener und toleranter Kontakt mit den Mireisenden genossen wird, jedoch wissend, dass jeder Einzelne bis zum Äussersten gefordert werden kann und, je nach persönlicher Kapazität, sein oder ihr Bestes gibt. Einander so zu bezeugen, ist eine höchst würdevolle Art das eigene Sein zu teilen. Das ist, was ich Yatra nennen würde, wahre Pilgerfahrt...

 

 

Zusätzliche Informationen zu der  tibetischen Pilgerfahrt:

 

Für die Tibeter hat die Pilgerfahrt die Bedeutung einer Reise von Ignoranz zu Erleuchtung, von selbstzentrierten und materialistischen Beschäftigungen zu einem tiefen Verständnis von der Relativität und der All-Verbundenheit des ganzen Lebens. Die treffende Übersetzung für das tibetische Wort für Pilgerfahrt, „Neykhor“, lautet „heilige Plätze umkreisen“. Das Ziel einer Pilgerfahrt besteht nämlich weniger darin eine bestimmte Destination zu erreichen, sondern viel eher geht es darum durch inspiriertes Reisen die durch fehlende Achtsamkeit entstandenen Anhaftungen und Gewohnheiten zu transzendieren, welche die Erlangung eines Bewusstsein einer umfassenderen Realität beeinträchtigen (...)

Indem die Tibeter zu heiligen Plätzen reisen, kommen sie in lebendigen Kontakt mit den Ikonen und Energien des tantrischen Buddhismus. Die „Neys“, die heiligen Orte, erinnern die Pilger durch ihre geologischen Merkmale und die ihnen anhaftenden Schilderungen von Transformationen ständig an die befreiende Macht der tantrisch-buddhistischen Tradition.......... Mit der Zeit wurden Pilgerfahrt-Reiseführer verfasst, die den Pilgern Instruktionen und Berichte über die Geschichte und Bedeutung der besuchten heiligen Orte geben. Diese Reiseführer, „Neyigs“, ermächtigten Tibet und seine Menschen mit einer heiligen Geografie, einer erzählten Vision der Welt, die durch buddhistischen Zauber und Metaphysik geordnet und transformiert wird.

 

Quelle: Kelly, Thomas and Carroll Dunham and Ian Baker. Tibet: Reflections from the Wheel of Life. Abbeville Press. New York. 1993.